Auf der Spur des Bösen – Axel Petermann

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“Auf der Spur des Bösen” von Axel Petermann ist meine Buchempfehlung für den Monat Februar.

Auf Axel Petermann bin ich durch die wunderbare Sendung „Schulz und Böhmermann“ aufmerksam geworden. Dort war er zu Gast und hat von seiner Tätigkeit als Mordkommissionsleiter und stellvertretenden Leiter im Kommissariat für Gewaltverbrechen berichtet. Er wirkte äußerst sympathisch und erzählte in einer sehr bildhaften Sprache von seinem sehr interessanten Werdegang zum Profiler. Als einer der ersten in Deutschland, setzte er sich mit den FBI Profiling Methoden auseinander und bearbeitete mehr als 1000 Fälle in seiner Karriere. Drei dieser Fälle wurden sogar in der Serie „Tatort“ verfilmt.

Heute lehrt er als Dozent für Kriminalistik und hat nebenbei 3 Bücher geschrieben die sich sogar auf der Spiegel Bestsellerliste finden! Das oben genannte möchte ich euch jetzt vorstellen:

Axel Petermann ging ursprünglich nur auf Zeit und als Ersatz für den Wehrdienst in den Polizeidienst. Ein Kriminalistik-Dozent weckte jedoch sein Interesse an Verbrechensaufklärung, so dass er den Einsatz bei der Kriminalpolizei anstrebte.[1] Er absolvierte die klassische Ausbildung bei der Polizei in Bremen und war seit 1975 bis 2014 Angehöriger der Kriminalpolizei. Nach der Kommissarsausbildung war er Mordkommissionsleiter und stellvertretender Leiter im Kommissariat für Gewaltverbrechen. Bis 1999 bearbeitete er mehr als 1000 Fälle des unnatürlichen Todes bzw. leitete die Ermittlungen bei Tötungsdelikten.

Axel Petermann - Auf der Spur des Bösen RezensionAxel Petermann setzte sich ab 1999 mit den FBI-Methoden des Profilings kritisch auseinander und begann mit dem Aufbau der Dienststelle Operative Fallanalyse, deren Leiter er bis zu seiner Pensionierung 2014 war.[2] Er vertritt den interdisziplinären kriminalistischen Ansatz des Profilings, wonach der Schlüssel zur Klärung eines Tötungsdeliktes durch die Interpretation der Spuren am Tatort und die Analyse der Opferpersönlichkeit zu finden ist. Da die Auswahl des Opfers und die Tatortspuren auf Entscheidungen des Täters basieren, wird dadurch das Motiv der Tat deutlich und lässt so Rückschlüsse auf sein Profil zu.

Petermann ist seit 2011 ständiger Berater des Frankfurter Tatort und unterstützt Autoren mit kriminalistischen Überlegungen bei ihren Publikationen. Drei seiner Fälle wurden in Frankfurter Tatort-Szenarios umgesetzt. Weiterhin lehrt er als Dozent für Kriminalistik an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung. 2005 war er Mitbegründer des iFF. – Interdisziplinäres Forum Forensik, ein Zusammenschluss von Fachleuten zur Förderung der Kommunikation zwischen den forensischen Wissenschaften und der Praxis sowie zur Interpretation von Täterverhalten. Er ist Mitglied der Autorengruppe Syndikat.[3]

Sein Buch Auf der Spur des Bösen kam 2010 auf die SpiegelBestsellerliste. Drei Episoden aus dem Buch dienen als Vorlagen für Tatort-Verfilmungen des Hessischen Rundfunks mit Nina Kunzendorf und Joachim Król.

An einem Punkt seiner Karriere bei der Kripo reichte es Axel Petermann nicht mehr, nur zu fragen: „Wer hat das getan?“  Er wollte wissen: „Warum hat dieser Täter auf eine bestimmt Weise getötet? Was ist das für ein Mensch? Welche Beweggründe treiben einen Menschen zu solchen Taten?“. Um das herausfinden zu können hat Petermann Täter, deren Fälle er bearbeitet und die er überführt hatte, viele Jahre nach ihrer Verurteilung nochmals aufgesucht und befragt. Er bekam Antworten auf Fragen, die bei der Bearbeitung in der Mordkommission nicht immer geklärt werden konnten.

Fazit:

Das Buch ist  so spannend geschrieben, dass ich es  nur sehr widerwillig aus der Hand legen konnte. Man erfährt jede Menge zur Tatortanalyse und Spurenauswertung und der allgemeinen Arbeit an einem Tatort.

Letztendlich kann auch Petermann nicht ganz klären warum manche Menschen Böses tun und so zu Tätern werden. Er zeigt uns allerdings, wie man diesen, zum Täter gewordenen, Menschen auf die Schliche kommt und porträtiert die Täter dabei sehr genau. Wer sind diese Menschen? Wie leben sie? Was treibt sie zur Tat?

Auf 300 Seiten nimmt er uns mit zu den Tatorten, beschreibt detailgenau was er dort vorgefunden hat und was er daraus folgerte. So führt er uns durch 5 verschiedene Mordfälle, die einem oft die Haare zu Berge stehen lassen.

Ich hatte dieses Buch nach zwei Abenden fertig gelesen und mir gleich das neue Buch „Der Profiler: Ein Spezialist für ungeklärte Morde berichtet“ (letzten Juni erschienen) sowie das 2. Buch „Im Angesicht des Bösen: Ungewöhnliche Fallberichte eines Profilers.“ (von 2013) bestellt. Ich musste! Denn ich war von den Fällen so fasziniert und gefesselt, dass ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen wollte!

Der Schreibstil Petermanns ist spannend aber zugleich auch sachlich und wunderbar bildlich. Auf diese Weise schafft Axel Petermann eine fesselnde Authentizität die mich tief beeindruckt und begeistert hat! Von mir bekommt das Buch 10 von 10 Punkten! Wer noch nicht genug von Krimis hat kann sich mal meine Review über „Die Betrogene“ von Charlotte Link durchlesen! Ich werde euch auch recht bald Rezensionen über die anderen Bücher von Axel Petermann schreiben, denn sie liegen schon auf meinem Nachttisch und warten darauf gelesen zu werden.

Das Buch von Axel Petermann bekommt ihr hier:

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